Autoversicherung für Fahranfänger: günstige Tarife

Auto­ver­si­che­rung für Fahr­an­fän­ger: güns­ti­ge Tari­fe

Das ers­te eige­ne Auto bedeu­tet Frei­heit, aber die ers­te Rech­nung für die Kfz-Ver­si­che­rung kann ernüch­tern. Bei der Suche nach einer Auto­ver­si­che­rung für Fahr­an­fän­ger mit güns­ti­gen Tari­fen zählt des­halb nicht nur der nied­rigs­te Jah­res­bei­trag. Ent­schei­dend ist, wel­che Leis­tun­gen Sie wirk­lich brau­chen, wie Sie kor­rekt ein­ge­stuft wer­den und an wel­chen Stell­schrau­ben sich der Preis ohne unnö­ti­ge Risi­ken sen­ken lässt.

Fahr­an­fän­ger star­ten bei vie­len Ver­si­che­rern in einer ungüns­ti­gen Scha­den­frei­heits­klas­se. Das Risi­ko wird sta­tis­tisch höher bewer­tet, weil prak­ti­sche Fahr­er­fah­rung fehlt. Die Bei­trä­ge kön­nen daher deut­lich über denen lang­jäh­ri­ger Auto­fah­rer lie­gen. Mit einem geziel­ten Tarif­ver­gleich, einer pas­sen­den Fahr­zeug­wahl und der rich­ti­gen Ver­trags­ge­stal­tung lässt sich den­noch oft spür­bar spa­ren.

War­um Fahr­an­fän­ger mehr für die Kfz-Ver­si­che­rung zah­len

Die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Kfz-Haft­pflicht über­nimmt Schä­den, die Sie ande­ren mit Ihrem Fahr­zeug zufü­gen. Wer zusätz­lich Schä­den am eige­nen Auto absi­chern möch­te, wählt Teil­kas­ko oder Voll­kas­ko. Gera­de beim ers­ten Ver­trag ist der Bei­trag jedoch nicht allein von der gewähl­ten Ver­si­che­rungs­art abhän­gig.

Ver­si­che­rer kal­ku­lie­ren mit vie­len Tarif­merk­ma­len. Dazu gehö­ren das Alter und die Fahr­pra­xis, die Scha­den­frei­heits­klas­se, das Fahr­zeug­mo­dell, die jähr­li­che Fahr­leis­tung, der Wohn­ort sowie der Nut­zer­kreis. Auch der Zeit­punkt des Ver­trags­ab­schlus­ses und die Zah­lungs­wei­se beein­flus­sen den Preis. Ein 18-jäh­ri­ger Haupt­fah­rer eines leis­tungs­star­ken Kom­pakt­wa­gens zahlt des­halb in der Regel deut­lich mehr als ein 25-jäh­ri­ger Fah­rer eines güns­tig ein­ge­stuf­ten Klein­wa­gens.

Wich­tig: Ein nied­ri­ger Bei­trag ist nur dann güns­tig, wenn der Schutz im Scha­den­fall aus­reicht. Eine Haft­pflicht­de­ckung von pau­schal 100 Mil­lio­nen Euro ist heu­te bei vie­len Tari­fen üblich und eine sinn­vol­le Ori­en­tie­rung. Bei der Kas­ko soll­ten Sie beson­ders auf Selbst­be­tei­li­gung, Wild­schä­den, Mar­der­bis­se und gro­be Fahr­läs­sig­keit ach­ten.

Auto­ver­si­che­rung für Fahr­an­fän­ger: güns­ti­ge Tari­fe rich­tig ver­glei­chen

Ein Ver­gleich funk­tio­niert nur mit rea­lis­ti­schen Anga­ben. Tra­gen Sie daher den tat­säch­li­chen Fah­rer­kreis, die erwar­te­te Kilo­me­ter­leis­tung und den regel­mä­ßi­gen Abstell­ort kor­rekt ein. Wer einen Ver­trag bewusst mit zu weni­gen Fah­rern oder einer unrea­lis­tisch nied­ri­gen Fahr­leis­tung abschließt, ris­kiert Nach­zah­lun­gen. Im Scha­den­fall kann das außer­dem zu unnö­ti­gem Auf­wand füh­ren.

Ver­glei­chen Sie nicht nur den ers­ten ange­zeig­ten Preis, son­dern min­des­tens die­se vier Punk­te:

  • die Deckungs­sum­me und wich­ti­ge Leis­tungs­er­wei­te­run­gen in der Haft­pflicht,
  • Umfang und Selbst­be­tei­li­gung bei Teil­kas­ko oder Voll­kas­ko,
  • Rege­lun­gen zu Werk­statt­bin­dung, Schutz­brief und Aus­lands­schä­den,
  • den Bei­trag bei jähr­li­cher statt monat­li­cher Zah­lung.

Die Werk­statt­bin­dung ist ein typi­sches Bei­spiel für einen sinn­vol­len Abwä­gungs­punkt. Sie kann den Kas­ko­bei­trag redu­zie­ren. Dafür ver­pflich­tet sie Sie nach einem Scha­den meist, eine Part­ner­werk­statt des Ver­si­che­rers zu nut­zen. Bei einem neu­en oder geleas­ten Fahr­zeug kann das weni­ger fle­xi­bel sein. Bei einem älte­ren Auto kann die Erspar­nis dage­gen gut pas­sen.

Auch die Selbst­be­tei­li­gung senkt häu­fig den Bei­trag. Wer klei­ne­re Glas­schä­den oder Park­remp­ler not­falls selbst zah­len könn­te, kann bei Teil- und Voll­kas­ko eine höhe­re Selbst­be­tei­li­gung wäh­len. Sie soll­te aber so hoch sein, dass sie im Ernst­fall finan­zi­ell trag­bar bleibt. Ein Tarif wirkt nicht güns­tig, wenn die ver­ein­bar­te Selbst­be­tei­li­gung die eige­ne Rück­la­ge über­steigt.

Die Fahr­zeug­wahl ent­schei­det vor dem Kauf mit

Der größ­te Spar­he­bel liegt oft vor der Zulas­sung. Nicht jedes gebrauch­te Auto ist auto­ma­tisch güns­tig zu ver­si­chern. Für die Kfz-Prä­mie sind die Typ­klas­sen ent­schei­dend. Sie zei­gen, wie häu­fig und wie teu­er Schä­den bei einem bestimm­ten Modell im Durch­schnitt aus­fal­len. Belieb­te Ein­stei­ger­mo­del­le kön­nen trotz nied­ri­gem Kauf­preis teu­er sein, wenn sie häu­fig in Unfäl­le ver­wi­ckelt oder oft gestoh­len wer­den.

Prü­fen Sie daher vor dem Auto­kauf meh­re­re kon­kre­te Model­le im Rech­ner. Ein etwas weni­ger moto­ri­sier­tes Fahr­zeug oder eine ande­re Vari­an­te des­sel­ben Modells kann im Jah­res­bei­trag meh­re­re hun­dert Euro Unter­schied machen. Bei Fahr­an­fän­gern ist die­ser Check beson­ders wert­voll, weil die Grund­prä­mie ohne­hin höher aus­fällt.

Auch der Wert des Autos spielt eine Rol­le bei der Fra­ge Teil­kas­ko oder Voll­kas­ko. Bei einem finan­zier­ten, geleas­ten oder noch sehr wert­vol­len Wagen ist Voll­kas­ko meist sinn­voll, weil sie auch selbst ver­ur­sach­te Unfall­schä­den und Van­da­lis­mus abdeckt. Bei einem älte­ren Fahr­zeug mit gerin­gem Rest­wert kann Teil­kas­ko rei­chen. Rei­ne Haft­pflicht ist die güns­tigs­te Pflicht­lö­sung, lässt Sie aber bei Dieb­stahl, Hagel oder einem selbst ver­schul­de­ten Unfall auf dem eige­nen Scha­den sit­zen.

Über Eltern ver­si­chern: Wann sich das Fami­li­en­mo­dell lohnt

Vie­le Fahr­an­fän­ger wer­den zunächst über die Eltern ver­si­chert. Das kann güns­ti­ger sein, weil ein Eltern­teil eine bes­se­re Scha­den­frei­heits­klas­se ein­bringt. Mög­lich sind unter­schied­li­che Model­le: Das Fahr­zeug läuft auf ein Eltern­teil, der Fahr­an­fän­ger wird als regel­mä­ßi­ger Fah­rer ein­ge­tra­gen. Oder ein Eltern­teil über­trägt spä­ter einen Teil sei­ner Scha­den­frei­heits­klas­se, sofern die Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind.

Der Vor­teil liegt im meist nied­ri­ge­ren Ein­stiegs­preis. Der Nach­teil: Wer dau­er­haft nur als zusätz­li­cher Fah­rer mit­ver­si­chert ist, baut nicht in jedem Modell eine eige­ne Scha­den­frei­heits­klas­se auf. Fra­gen Sie des­halb vor Abschluss kon­kret nach, wie die Ein­stu­fung erfolgt und ob bei einem spä­te­ren Ver­si­che­rungs­wech­sel eige­ne scha­den­freie Jah­re berück­sich­tigt wer­den.

Eine Scha­den­frei­heits­klas­sen-Über­tra­gung ist eben­falls kein Geschenk ohne Gren­zen. Über­tra­gen wer­den kann übli­cher­wei­se nur die Zeit, in der der Emp­fän­ger den Füh­rer­schein tat­säch­lich schon besit­zen konn­te. Wer seit zwei Jah­ren einen Füh­rer­schein hat, kann nicht zehn scha­den­freie Jah­re über­neh­men. Die abge­ben­de Per­son ver­liert die über­tra­ge­nen Rabat­te meist dau­er­haft. Das soll­te inner­halb der Fami­lie gut über­legt sein.

Mit die­sen Anga­ben sinkt der Bei­trag häu­fig

Neben Fahr­zeug und Ein­stu­fung gibt es meh­re­re Anga­ben, die den Bei­trag beein­flus­sen kön­nen. Ein begrenz­ter Fah­rer­kreis ist oft güns­ti­ger als ein Ver­trag für belie­bi­ge Fah­rer. Fah­ren regel­mä­ßig nur Sie und ein Eltern­teil, soll­te genau das im Antrag ste­hen. Kommt spä­ter jemand hin­zu, lässt sich der Ver­trag meist anpas­sen.

Ein Sai­son­kenn­zei­chen kann pas­sen, wenn das Auto nur in bestimm­ten Mona­ten genutzt wird. Das ist aber kei­ne gute Lösung für Pend­ler oder Per­so­nen, die ganz­jäh­rig mobil sein müs­sen. Auch die jähr­li­che Fahr­leis­tung soll­te rea­lis­tisch geplant wer­den. Wer nur zur Aus­bil­dung, Uni­ver­si­tät oder Arbeit fährt und sel­ten lan­ge Stre­cken zurück­legt, hat oft eine nied­ri­ge­re Kilo­me­ter­leis­tung als gedacht. Pla­nen Sie lie­ber einen klei­nen Puf­fer ein.

Zah­lung per Jah­res­rech­nung ist bei vie­len Ver­si­che­rern güns­ti­ger als monat­li­che Raten. Tele­ma­tik-Tari­fe kön­nen für defen­siv fah­ren­de Fahr­an­fän­ger eben­falls inter­es­sant sein. Dabei bewer­tet eine App oder ein Sen­sor bei­spiels­wei­se Brems­ver­hal­ten, Beschleu­ni­gung, Kur­ven­fahrt und Fahr­zei­ten. Wer vor­aus­schau­end fährt, kann einen Rabatt erhal­ten. Dafür geben Sie Fahr­da­ten wei­ter und akzep­tie­ren, dass der mög­li­che Preis­vor­teil vom tat­säch­li­chen Fahr­ver­hal­ten abhängt.

Häu­fi­ge Feh­ler beim ers­ten Kfz-Ver­trag

Der häu­figs­te Feh­ler ist, aus­schließ­lich auf den Preis zu schau­en. Ein sehr güns­ti­ger Tarif kann bei Miet­wa­gen im Aus­land, gro­ber Fahr­läs­sig­keit oder einem Tier­biss weni­ger leis­ten als ein etwas teu­re­rer Tarif. Gera­de bei Voll­kas­ko lohnt sich der Blick ins Detail.

Eben­falls pro­ble­ma­tisch sind unvoll­stän­di­ge Anga­ben. Wenn ein Freund, Part­ner oder Geschwis­ter regel­mä­ßig fährt, muss die­se Per­son als Fah­rer berück­sich­tigt wer­den. Ein wei­te­res Risi­ko ist der vor­ei­li­ge Abschluss direkt beim Auto­händ­ler oder bei der Haus­ver­si­che­rung, ohne Alter­na­ti­ven zu prü­fen. Bequem­lich­keit kos­tet bei Fahr­an­fän­gern schnell über Jah­re Geld.

Ach­ten Sie auch auf die Kün­di­gungs­fris­ten und die Bei­trags­ent­wick­lung. Ein nied­ri­ger Ein­stiegs­preis ist gut, sagt aber nichts dar­über aus, wie der Tarif nach einem Jahr aus­sieht. Ein erneu­ter Ver­gleich vor Ablauf des Ver­si­che­rungs­jah­res kann sinn­voll sein, ins­be­son­de­re nach einem Fahr­zeug­wech­sel oder wenn sich der Fah­rer­kreis ändert.

So fin­den Sie pas­sen­de­re Tari­fe in weni­gen Schrit­ten

Ermit­teln Sie zuerst die HSN und TSN aus dem Fahr­zeug­schein oder wäh­len Sie das genaue Modell aus. Geben Sie anschlie­ßend Alter, Füh­rer­schein­be­sitz, Scha­den­frei­heits­klas­se, jähr­li­che Kilo­me­ter und alle regel­mä­ßi­gen Fah­rer ein. Ent­schei­den Sie dann, ob Haft­pflicht, Teil­kas­ko oder Voll­kas­ko zu Wert und Finan­zie­rung des Fahr­zeugs passt.

Ver­glei­chen Sie die Ergeb­nis­se nach Bei­trag und Leis­tun­gen, nicht nach einem ein­zel­nen Wer­be­ver­spre­chen. Bei Finanz-Ver­gleich-24 kön­nen Sie Tari­fe anhand Ihrer Daten prü­fen und pas­sen­de Anbie­ter aus­wäh­len. Der Ver­gleich ist kos­ten­los. Vor dem Abschluss soll­ten Sie die Tarif­de­tails lesen und beson­ders die Anga­ben zum Fah­rer­pro­fil noch ein­mal kon­trol­lie­ren.

Der bes­te Start­ta­rif ist nicht zwin­gend der abso­lut bil­ligs­te, son­dern ein Ver­trag, den Sie kor­rekt nut­zen kön­nen und der im Scha­den­fall zu Ihrem Auto und Bud­get passt. Wer jetzt sau­ber ver­gleicht und unfall­frei fährt, schafft die Grund­la­ge für bes­se­re Scha­den­frei­heits­ra­bat­te in den kom­men­den Jah­ren.