Die besten Depots für Einsteiger im Vergleich

Die bes­ten Depots für Ein­stei­ger im Ver­gleich

Wer nach „bes­te Depots für Ein­stei­ger“ sucht, braucht meist kein kom­pli­zier­tes Bör­sen­wis­sen, son­dern eine kla­re Ent­schei­dung: Wo las­sen sich ETF-Spar­plä­ne güns­tig ein­rich­ten, Wert­pa­pie­re ein­fach kau­fen und Kos­ten zuver­läs­sig über­bli­cken? Ein pas­sen­des Depot senkt die Ein­stiegs­hür­de. Es ersetzt aber kei­ne eige­ne Anla­ge­ent­schei­dung — Kur­se kön­nen fal­len, und auch breit gestreu­te Anla­gen sind nicht vor Ver­lus­ten geschützt.

Für vie­le Ein­stei­ger zählt des­halb nicht das Depot mit den meis­ten Funk­tio­nen, son­dern eines, das zum eige­nen Vor­ha­ben passt. Wer monat­lich 50 oder 100 Euro in einen Welt-ETF inves­tie­ren möch­te, bewer­tet ande­re Kri­te­ri­en als jemand, der regel­mä­ßig Ein­zel­ak­ti­en han­delt. Ver­glei­chen Sie Kon­di­tio­nen immer mit Blick auf Ihr tat­säch­li­ches Nut­zungs­ver­hal­ten.

Bes­te Depots für Ein­stei­ger: Dar­auf kommt es an

Ein Depot ist das Kon­to für Wert­pa­pie­re wie ETFs, Akti­en, Fonds oder Anlei­hen. Zum Kauf und Ver­kauf gehört ein Ver­rech­nungs­kon­to, über das Ein­zah­lun­gen, Kauf­prei­se, Aus­schüt­tun­gen und mög­li­che Ver­kaufs­er­lö­se lau­fen. Vie­le Direkt­ban­ken und Online-Bro­ker füh­ren bei­des gemein­sam in einer digi­ta­len Anwen­dung.

Für Ein­stei­ger sind vor allem lau­fen­de Kos­ten, die Aus­wahl an Spar­plä­nen und eine ver­ständ­li­che Bedie­nung ent­schei­dend. Ein kos­ten­lo­ses Depot ist ein guter Anfang, sagt aber noch nichts über die tat­säch­li­chen Kos­ten aus. Gebüh­ren kön­nen beim Wert­pa­pier­kauf, bei der Aus­füh­rung eines Spar­plans, durch Han­dels­platz­ent­gel­te oder bei Zusatz­leis­tun­gen ent­ste­hen.

Auch die Ober­flä­che spielt eine grö­ße­re Rol­le, als sie zunächst scheint. Wer nicht sofort erkennt, wie eine Order funk­tio­niert, wel­che Gebüh­ren vor dem Kauf anfal­len oder wie hoch der aktu­el­le Depot­wert ist, trifft eher vor­schnel­le Ent­schei­dun­gen. Eine kla­re App oder Web-Anwen­dung hilft dabei, den Über­blick zu behal­ten. Sie soll­te jedoch nicht dazu ver­lei­ten, bei jeder Kurs­schwan­kung zu han­deln.

Die wich­tigs­ten Kos­ten im Depot­ver­gleich

Schau­en Sie zuerst auf die Depot­füh­rung. Vie­le Anbie­ter ver­zich­ten dar­auf, doch ein­zel­ne Model­le knüp­fen die Kos­ten­frei­heit an Bedin­gun­gen oder berech­nen Gebüh­ren für bestimm­te Leis­tun­gen. Prü­fen Sie außer­dem die Order­ge­büh­ren. Man­che Bro­ker arbei­ten mit fes­ten Prei­sen pro Kauf oder Ver­kauf, ande­re berech­nen einen pro­zen­tua­len Anteil mit Min­dest­ge­bühr.

Für den lang­fris­ti­gen Ver­mö­gens­auf­bau sind ETF-Spar­plä­ne häu­fig beson­ders rele­vant. Ach­ten Sie auf die Spar­plan­ge­bühr, die Min­dest­spar­ra­te und dar­auf, ob der gewünsch­te ETF über­haupt ver­füg­bar ist. Ein Spar­plan ohne Aus­füh­rungs­ge­bühr kann sinn­voll sein. Er ist aber kein Grund, unpas­sen­de ETFs aus­zu­wäh­len oder mehr Geld zu inves­tie­ren, als Ihr Bud­get zulässt.

Berück­sich­ti­gen Sie auch indi­rek­te Kos­ten. Dazu zäh­len etwa Spreads, also die Dif­fe­renz zwi­schen An- und Ver­kaufs­kurs, sowie mög­li­che Han­dels­platz­ge­büh­ren. Gera­de bei sehr güns­ti­gen oder kos­ten­frei­en Orders kann ein genau­er Blick auf den gewähl­ten Han­dels­platz sinn­voll sein. Güns­tig bedeu­tet nicht auto­ma­tisch, dass jede Order unter allen Markt­be­din­gun­gen den bes­ten Preis erzielt.

Wel­cher Depot­typ passt zu Ihrem Start?

Für einen regel­mä­ßi­gen ETF-Spar­plan ist ein schlan­kes Direkt­bank- oder Neo­bro­ker-Depot oft aus­rei­chend. Wich­tig sind eine dau­er­haft pas­sen­de Spar­plan­ra­te, eine gute ETF-Aus­wahl und trans­pa­ren­te Aus­füh­rungs­ter­mi­ne. Wenn Sie nur ein­mal im Monat inves­tie­ren, benö­ti­gen Sie kei­ne kom­ple­xen Chart­funk­tio­nen oder eine gro­ße Aus­wahl exo­ti­scher Bör­sen­plät­ze.

Wer neben ETFs auch ein­zel­ne Akti­en kau­fen möch­te, soll­te auf die Kos­ten pro Order und die ver­füg­ba­ren Han­dels­plät­ze ach­ten. Bei klei­nen Kauf­be­trä­gen kön­nen hohe Min­dest­ge­büh­ren die Ren­di­te spür­bar belas­ten. Bei grö­ße­ren Ein­mal­an­la­gen sind dage­gen ein ver­läss­li­cher Han­dels­platz, trans­pa­ren­te Kurs­in­for­ma­tio­nen und die Order­ar­ten wich­ti­ger als ein ein­zel­ner Euro Preis­un­ter­schied.

Ein Depot bei einer klas­si­schen Direkt­bank kann sinn­voll sein, wenn Sie Giro­kon­to, Tages­geld und Wert­pa­pier­de­pot in einer Umge­bung ver­wal­ten möch­ten. Das ver­ein­facht Über­wei­sun­gen und die Über­sicht. Rei­ne Online-Bro­ker sind häu­fig güns­ti­ger und stär­ker auf den Wert­pa­pier­han­del aus­ge­rich­tet. Wel­che Vari­an­te bes­ser ist, hängt davon ab, ob Sie Kom­fort durch Bün­de­lung oder mög­lichst nied­ri­ge Han­dels­kos­ten bevor­zu­gen.

Nicht nur auf Akti­ons-ETFs schau­en

Vie­le Anbie­ter wer­ben mit kos­ten­lo­sen Akti­ons-Spar­plä­nen. Das kann ein Vor­teil sein, sofern ein geeig­ne­ter ETF auf einen breit gestreu­ten Index ver­füg­bar ist. Die Akti­ons­lis­te kann sich jedoch ändern. Pla­nen Sie daher nicht allein mit einem zeit­lich begrenz­ten Preis­vor­teil.

Prü­fen Sie beim ETF selbst die Zusam­men­set­zung, die lau­fen­den Pro­dukt­kos­ten, die Repli­ka­ti­ons­me­tho­de und den Umgang mit Aus­schüt­tun­gen. Ein the­sau­ri­e­ren­der ETF legt Erträ­ge auto­ma­tisch wie­der an, ein aus­schüt­ten­der ETF zahlt sie auf das Ver­rech­nungs­kon­to aus. Kei­ne Vari­an­te ist pau­schal bes­ser. Für vie­le Ein­stei­ger ist ent­schei­dend, dass sie die Funk­ti­ons­wei­se ver­ste­hen und den Spar­plan lang­fris­tig durch­hal­ten kön­nen.

Depot ver­glei­chen: Die­se Anga­ben soll­ten Sie prü­fen

Ein Ver­gleich wird deut­lich aus­sa­ge­kräf­ti­ger, wenn Sie vor­her fest­le­gen, was Sie mit dem Depot machen wol­len. Notie­ren Sie Ihre geplan­te Spar­ra­te, die Zahl der vor­aus­sicht­li­chen Käu­fe pro Jahr und ob Ein­zel­ak­ti­en für Sie über­haupt rele­vant sind. Auf die­ser Basis las­sen sich Kos­ten­mo­del­le rea­lis­ti­scher ein­schät­zen.

Ver­glei­chen Sie anschlie­ßend min­des­tens die­se Punk­te:

  • Depot­füh­rungs­ge­bühr und mög­li­che Bedin­gun­gen für die Kos­ten­frei­heit
  • Kos­ten je Wert­pa­pier­or­der inklu­si­ve Han­dels­platz­ent­gel­ten
  • Gebüh­ren, Min­dest­be­trä­ge und Aus­wahl bei ETF-Spar­plä­nen
  • ver­füg­ba­re Han­dels­plät­ze, Order­ar­ten und Bör­sen­zei­ten
  • Bedie­nung per App und Web, Steu­er­über­sicht sowie erreich­ba­rer Kun­den­ser­vice

Die Steu­er­ab­wick­lung ist gera­de beim ers­ten Depot ein prak­ti­sches Kri­te­ri­um. Deut­sche Anbie­ter füh­ren Kapi­tal­ertrag­steu­er in der Regel auto­ma­tisch ab, wenn ein Frei­stel­lungs­auf­trag vor­liegt und steu­er­pflich­ti­ge Erträ­ge ent­ste­hen. Bei aus­län­di­schen Bro­kern kann der Auf­wand für die Steu­er­erklä­rung höher sein. Das ist nicht grund­sätz­lich ein Aus­schluss­kri­te­ri­um, soll­te aber vor der Eröff­nung klar sein.

Eben­so sinn­voll ist ein Blick auf den Depot­über­trag. Viel­leicht möch­ten Sie spä­ter den Anbie­ter wech­seln oder bereits vor­han­de­ne Wert­pa­pie­re über­tra­gen. Infor­mie­ren Sie sich, ob ein Über­trag grund­sätz­lich mög­lich ist und wel­che Wert­pa­pier­ar­ten unter­stützt wer­den. Ein Depot muss nicht dau­er­haft die bes­te Wahl blei­ben — ein Wech­sel ist mög­lich, wenn sich Ihre Anfor­de­run­gen ändern.

So eröff­nen Sie Ihr ers­tes Depot sinn­voll

Die Eröff­nung läuft bei Online-Anbie­tern meist digi­tal. Sie geben per­sön­li­che Daten und Steu­er­in­for­ma­tio­nen an, hin­ter­le­gen ein Refe­renz­kon­to und legi­ti­mie­ren sich per Video-Ident, Post-Ident oder elek­tro­ni­scher Aus­weis­funk­ti­on. Hal­ten Sie Per­so­nal­aus­weis oder Rei­se­pass bereit und prü­fen Sie vor dem Absen­den alle Anga­ben.

Nach der Frei­schal­tung soll­ten Sie nicht sofort irgend­ei­nen Wert kau­fen. Rich­ten Sie zunächst den Frei­stel­lungs­auf­trag ein, falls Sie ihn nut­zen möch­ten. Ent­schei­den Sie danach, wie viel Geld monat­lich lang­fris­tig ver­füg­bar ist. Geld für Mie­te, lau­fen­de Rech­nun­gen, einen Not­gro­schen oder bald geplan­te Anschaf­fun­gen gehört nicht in schwan­kungs­an­fäl­li­ge Wert­pa­pie­re.

Wenn Sie mit einem ETF-Spar­plan star­ten, wäh­len Sie einen fes­ten Aus­füh­rungs­ter­min und eine Rate, die auch in ruhi­ge­ren oder finan­zi­ell enge­ren Mona­ten trag­bar bleibt. Eine nied­ri­ge Rate, die dau­er­haft läuft, ist oft sinn­vol­ler als ein zu ambi­tio­nier­ter Start, der nach weni­gen Mona­ten endet. Prü­fen Sie das Depot in fes­ten Abstän­den, aber nicht täg­lich.

Typi­sche Feh­ler beim ers­ten Wert­pa­pier­de­pot

Ein häu­fi­ger Feh­ler ist die Wahl nach einem ein­zi­gen Wer­be­ver­spre­chen. Ein Gra­tis-Depot, ein Neu­kun­den­bo­nus oder eine ein­zel­ne kos­ten­lo­se Aktie kön­nen attrak­tiv wir­ken. Ent­schei­dend blei­ben jedoch die Kos­ten und Funk­tio­nen, die nach der Akti­on gel­ten. Rech­nen Sie mit Ihrem eige­nen Anla­ge­ver­hal­ten statt mit einem Mus­ter­bei­spiel des Anbie­ters.

Vie­le Ein­stei­ger eröff­nen außer­dem meh­re­re Depots, bevor sie eine kla­re Stra­te­gie haben. Das kann spä­ter sinn­voll sein, etwa zur Tren­nung unter­schied­li­cher Anla­ge­zie­le. Am Anfang macht es die Über­sicht jedoch oft unnö­tig schwe­rer. Ein Depot, ein Ver­rech­nungs­kon­to und ein ver­ständ­li­cher Spar­plan rei­chen für den Start häu­fig aus.

Vor­sicht ist auch bei kurz­fris­ti­gen Trends ange­bracht. Hohe Kurs­schwan­kun­gen, Social-Media-Hypes und Hebel­pro­duk­te pas­sen sel­ten zu einem ruhi­gen Ein­stieg. Wer erst Erfah­run­gen sam­melt, soll­te nach­voll­zie­hen kön­nen, was im Depot liegt, war­um es gekauft wur­de und wel­ches Risi­ko damit ver­bun­den ist.

Ein Depot­ver­gleich bei Finanz-Ver­gleich-24 kann dabei hel­fen, Anbie­ter und Kon­di­tio­nen anhand Ihrer Anfor­de­run­gen gegen­über­zu­stel­len. Die Nut­zung ist kos­ten­los. Ver­gü­tun­gen durch Part­ner kön­nen bei einem erfolg­rei­chen Abschluss anfal­len; die Aus­wahl soll­te trotz­dem immer zu Ihren eige­nen Kosten‑, Funk­ti­ons- und Anla­ge­zie­len pas­sen.

Das pas­sen­de Ein­stei­ger­de­pot ist nicht das mit den lau­tes­ten Aktio­nen, son­dern das, das Sie nach dem ers­ten Kauf wei­ter­hin ver­ste­hen und sinn­voll nut­zen. Neh­men Sie sich vor der Eröff­nung ein paar Minu­ten für den Kos­ten­ver­gleich — und inves­tie­ren Sie erst, wenn Spar­ra­te, Risi­ko und Anla­ge­ziel zusam­men­pas­sen.