Sparplanrechner & Zinseszinsrechner 2026: Sparrate, Steuern, Inflation berechnen
↗ Finanz­rech­ner · Pro-Ver­si­on

Erwei­ter­ter Zins­rech­ner: Spar­plan, Steu­ern und Infla­ti­on im Blick

Zusätz­lich zu Start­ka­pi­tal, Zins­satz und Lauf­zeit berück­sich­tigt die­ser Rech­ner eine monat­li­che Spar­ra­te mit optio­na­ler jähr­li­cher Dyna­mi­sie­rung, die Abgel­tung­s­teu­er inklu­si­ve Spa­rer­pausch­be­trag sowie die Infla­ti­ons­be­rei­ni­gung Ihres End­ka­pi­tals.

⚙️ Ein­stel­lun­gen

Pas­sen Sie alle Para­me­ter an Ihre Situa­ti­on an.

Kapi­tal & Spar­ra­te
Zins & Lauf­zeit
Steu­ern & Infla­ti­on
Abgel­tung­s­teu­er berück­sich­ti­gen
25 % + Soli, abzüg­lich Spa­rer­pausch­be­trag
Kir­chen­steu­er
redu­ziert Soli gering­fü­gig, hier ver­ein­facht mit 9 % auf­ge­schla­gen
Infla­ti­on berück­sich­ti­gen
zeigt zusätz­lich die rea­le Kauf­kraft des End­ka­pi­tals

💶 Ihr Ergeb­nis

Alle Wer­te aktua­li­sie­ren sich sofort.

End­ka­pi­tal nach 15 Jah­ren
Eige­ne Ein­zah­lun­gen gesamt
Zins­er­trag gesamt (vor Steu­ern)

📈 Kapi­tal­ver­lauf über die Lauf­zeit

Eige­ne Ein­zah­lun­gen (dun­kel) und auf­ge­lau­fe­ner Zins­er­trag (hell) pro Jahr.

01Spar­plan­rech­ner: Wie die For­mel mit monat­li­cher Rate funk­tio­niert

Ein rei­ner Zin­ses­zins­rech­ner für eine Ein­mal­an­la­ge reicht nicht aus, sobald regel­mä­ßig gespart wird. Beim Spar­plan mit Zin­ses­zins kommt zur ein­ma­li­gen Ver­zin­sung des Start­ka­pi­tals die Ver­zin­sung jeder ein­zel­nen monat­li­chen Rate hin­zu – und jede Rate wird unter­schied­lich lan­ge ver­zinst, je nach­dem, wie früh sie ein­ge­zahlt wur­de. Die ver­ein­fach­te For­mel für das End­ka­pi­tal eines Spar­plans mit monat­li­cher Ver­zin­sung lau­tet:

Kn = K0 × (1 + i)n + S × [((1 + i)n − 1) / i]
K₀ = Start­ka­pi­tal · S = monat­li­che Spar­ra­te · i = Monats­zins (Jahreszins/12) · n = Anzahl Mona­te · Kₙ = End­ka­pi­tal

Die­ser Rech­ner löst die For­mel nicht nur ein­ma­lig auf, son­dern simu­liert die Ent­wick­lung Monat für Monat – dadurch las­sen sich zusätz­lich eine jähr­li­che Dyna­mi­sie­rung der Spar­ra­te sowie unter­schied­li­che Ver­zin­sungs­in­ter­val­le exakt abbil­den, was mit der geschlos­se­nen For­mel allein nicht mög­lich wäre.

02Bei­spiel­rech­nung: 200 € monat­lich bei 4 % über 20 Jah­re

10.000 € Start­ka­pi­tal + 200 €/Monat, 4 % Zin­sen, 20 Jah­re, monat­li­che Ver­zin­sung
Eige­ne Ein­zah­lun­gen gesamt58.000 €
Zins­er­trag gesamtca. 42.900 €
End­ka­pi­tal nach 20 Jah­renca. 100.900 €

Auf­fäl­lig: Der Zins­er­trag ent­spricht hier fast der Sum­me aller eige­nen Ein­zah­lun­gen – ein typi­sches Ergeb­nis des Zin­ses­zins­ef­fekts über lan­ge Lauf­zei­ten. Tes­ten Sie oben ger­ne Ihre eige­nen Wer­te; schon klei­ne Ände­run­gen an Spar­ra­te oder Lauf­zeit wir­ken sich über­pro­por­tio­nal auf das End­ka­pi­tal aus.

03Was die Dyna­mi­sie­rung der Spar­ra­te bewirkt

Eine jähr­li­che Dyna­mi­sie­rung erhöht die monat­li­che Spar­ra­te auto­ma­tisch um einen fes­ten Pro­zent­satz – etwa um Gehalts­stei­ge­run­gen oder die all­ge­mei­ne Preis­ent­wick­lung aus­zu­glei­chen. Der Effekt ist über lan­ge Lauf­zei­ten erheb­lich:

Spar­ra­teOhne Dyna­mi­sie­rungMit 3 % Dyna­mi­sie­rung p.a.
End­ka­pi­tal nach 25 Jah­ren (200 €/Monat, 4 % Zins)ca. 102.500 €ca. 133.600 €
Gesamt­ein­zah­lun­gen nach 25 Jah­ren60.000 €ca. 88.600 €

Eine Dyna­mi­sie­rung erhöht also nicht nur die Ein­zah­lun­gen, son­dern durch die län­ge­re Ver­zin­sung der höhe­ren Raten über­pro­por­tio­nal auch das End­ka­pi­tal.

04Abgel­tung­s­teu­er und Spa­rer­pausch­be­trag ein­fach erklärt

Kapi­tal­erträ­ge unter­lie­gen in Deutsch­land grund­sätz­lich der Abgel­tung­s­teu­er von 25 %, zuzüg­lich Soli­da­ri­täts­zu­schlag (5,5 % der Steu­er) und optio­nal Kir­chen­steu­er. In Sum­me ergibt sich ohne Kir­chen­steu­er ein effek­ti­ver Satz von rund 26,375 %. Der Spa­rer­pausch­be­trag von aktu­ell 1.000 € pro Jahr für Allein­ste­hen­de bzw. 2.000 € für Ver­hei­ra­te­te bleibt davon aus­ge­nom­men und soll­te über einen Frei­stel­lungs­auf­trag bei der Bank hin­ter­legt wer­den, damit die Steu­er nicht auto­ma­tisch ein­be­hal­ten wird.

Hin­weis zur Ver­ein­fa­chung: Bei the­sau­ri­e­ren­den Fonds und ETFs greift zusätz­lich die soge­nann­te Vor­ab­pau­scha­le, die bereits wäh­rend der Hal­te­dau­er antei­lig besteu­ert wird. Die­ser Rech­ner bil­det nur eine ver­ein­fach­te Steu­er am Ende der Lauf­zeit ab und ersetzt kei­ne indi­vi­du­el­le Steu­er­be­ra­tung.

05War­um Infla­ti­on beim Spar­plan mit­ge­dacht wer­den soll­te

Ein nomi­nal hohes End­ka­pi­tal sagt wenig über die tat­säch­li­che Kauf­kraft aus, wenn die Infla­ti­on über Jahr­zehn­te mit­läuft. Liegt die Ren­di­te dau­er­haft unter der Infla­ti­ons­ra­te, wächst zwar der Kon­to­stand, die rea­le Kauf­kraft sinkt aber trotz­dem. Der Rech­ner oben zeigt bei akti­vier­ter Infla­ti­ons­be­rei­ni­gung des­halb zusätz­lich, wie viel das End­ka­pi­tal in heu­ti­ger Kauf­kraft tat­säch­lich wert wäre.

06Wei­ter­füh­ren­de Rech­ner und Arti­kel

Häu­fi­ge Fra­gen zum Spar­plan­rech­ner

Jede monat­li­che Ein­zah­lung erhöht die Zins­ba­sis für die Fol­ge­mo­na­te zusätz­lich zum bereits vor­han­de­nen Kapi­tal. Dadurch wächst das End­ka­pi­tal bei regel­mä­ßi­gem Spa­ren deut­lich schnel­ler als durch eine rei­ne Ein­mal­an­la­ge in glei­cher Gesamt­hö­he, da die frü­her ein­ge­zahl­ten Raten län­ger ver­zinst wer­den.

Es fal­len 25 % Abgel­tung­s­teu­er zzgl. Soli­da­ri­täts­zu­schlag (5,5 % der Steu­er) an, ggf. zusätz­lich Kir­chen­steu­er. Ohne Kir­chen­steu­er ergibt das effek­tiv rund 26,375 %. Der Spa­rer­pausch­be­trag von 1.000 € (Sin­gle) bzw. 2.000 € (Ver­hei­ra­te­te) pro Jahr bleibt steu­er­frei.

Das rea­le End­ka­pi­tal zeigt die Kauf­kraft des nomi­na­len End­ka­pi­tals zu heu­ti­gen Prei­sen, berech­net durch Tei­len des nomi­na­len End­ka­pi­tals durch (1 + Inflationsrate/100) hoch Anzahl Jah­re. So wird sicht­bar, dass ein nomi­nal hohes End­ka­pi­tal bei hoher Infla­ti­on real weni­ger wert sein kann.

Bei einer Dyna­mi­sie­rung wird die monat­li­che Spar­ra­te jedes Jahr um einen fest­ge­leg­ten Pro­zent­satz erhöht, etwa um mit stei­gen­dem Ein­kom­men Schritt zu hal­ten. Das führt gegen­über einer kon­stan­ten Spar­ra­te zu einem spür­bar höhe­ren End­ka­pi­tal über lan­ge Lauf­zei­ten.

Bei ange­nom­me­nen 6 % Ren­di­te pro Jahr und 30 Jah­ren Lauf­zeit rei­chen rech­ne­risch rund 700 € monat­li­che Spar­ra­te ohne Start­ka­pi­tal, um etwa 1 Mil­li­on Euro End­ka­pi­tal zu errei­chen. Bei nied­ri­ge­ren Ren­di­ten oder kür­ze­ren Lauf­zei­ten steigt die nöti­ge Spar­ra­te deut­lich; Steu­ern und Infla­ti­on sind dabei nicht ein­ge­rech­net.

Ein Spar­plan lohnt sich real, solan­ge die erziel­te Ren­di­te über der Infla­ti­ons­ra­te liegt – dann ent­steht ein ech­ter Kauf­kraft­zu­wachs. Liegt die Ren­di­te dau­er­haft dar­un­ter, steigt zwar der nomi­na­le Kon­to­stand, die rea­le Kauf­kraft sinkt aber trotz­dem.

Die­ser erwei­ter­te Zins­rech­ner dient der unver­bind­li­chen Ver­an­schau­li­chung und ersetzt kei­ne indi­vi­du­el­le Steu­er- oder Anla­ge­be­ra­tung. Die Steu­er­be­rech­nung ist stark ver­ein­facht (u. a. kei­ne Berück­sich­ti­gung der Vor­ab­pau­scha­le bei Fonds, kei­ne exak­te Kir­chen­steu­er-Soli-Ver­rech­nung, Besteue­rung erst bei Rea­li­sie­rung in der Pra­xis oft anders gere­gelt) und dient nur der gro­ben Ori­en­tie­rung. Zins­satz und Infla­ti­ons­ra­te wer­den über die gesam­te Lauf­zeit als kon­stant ange­nom­men, was in der Rea­li­tät unüb­lich ist. Für eine ver­bind­li­che Steu­er- oder Finanz­pla­nung wen­den Sie sich an einen Steu­er­be­ra­ter bzw. eine unab­hän­gi­ge Finanz­be­ra­tung.