Kredite vergleichen und günstiger finanzieren

Kre­di­te ver­glei­chen und güns­ti­ger finan­zie­ren

Ein Kre­dit kann schnell ver­füg­bar sein, aber über Jah­re Geld kos­ten. Schon ein klei­ner Unter­schied beim effek­ti­ven Jah­res­zins ver­än­dert die Gesamt­kos­ten spür­bar. Wer Kre­di­te ver­glei­chen möch­te, soll­te daher nicht beim erst­bes­ten Ange­bot der Haus­bank unter­schrei­ben, son­dern Rate, Lauf­zeit und Kre­dit­be­din­gun­gen pas­send zum eige­nen Vor­ha­ben prü­fen.

Ein digi­ta­ler Kre­dit­ver­gleich schafft dafür eine gute Grund­la­ge: Weni­ge Anga­ben zu Kre­dit­sum­me, Ver­wen­dungs­zweck und gewünsch­ter Lauf­zeit rei­chen oft aus, um Kon­di­tio­nen ver­schie­de­ner Anbie­ter gegen­über­zu­stel­len. Das spart Zeit und macht sicht­bar, wel­che Monats­ra­te rea­lis­tisch ist.

War­um sich ein Kre­dit­ver­gleich rech­net

Bei Raten­kre­di­ten zählt nicht nur der bewor­be­ne Soll­zins. Maß­geb­lich ist der effek­ti­ve Jah­res­zins, denn er berück­sich­tigt neben dem Nomi­nal­zins wei­te­re preis­re­le­van­te Bestand­tei­le des Kre­dits. Zwei Dar­le­hen mit iden­ti­scher Kre­dit­sum­me und Lauf­zeit kön­nen dadurch unter­schied­lich teu­er sein.

Auch die Lauf­zeit hat einen direk­ten Ein­fluss. Eine lan­ge Lauf­zeit senkt zwar die monat­li­che Rate, erhöht aber meist die Zins­kos­ten über die gesam­te Rück­zah­lungs­dau­er. Eine kur­ze Lauf­zeit ist ins­ge­samt oft güns­ti­ger, for­dert dafür jedoch eine höhe­re Rate. Die pas­sen­de Wahl liegt des­halb zwi­schen zwei Gren­zen: Die Rate muss in Ihr Monats­bud­get pas­sen, und der Kre­dit soll­te nicht unnö­tig lan­ge lau­fen.

Ein Ver­gleich hilft außer­dem, Pro­duk­te mit unge­eig­ne­ten Zusatz­kos­ten zu erken­nen. Rest­schuld­ver­si­che­run­gen, Bear­bei­tungs­ge­büh­ren oder kos­ten­pflich­ti­ge Optio­nen kön­nen ein Ange­bot ver­teu­ern. Eine Rest­schuld­ver­si­che­rung kann in ein­zel­nen Situa­tio­nen sinn­voll sein, etwa bei feh­len­der finan­zi­el­ler Absi­che­rung. Sie soll­te aber nicht auto­ma­tisch Teil des Ver­trags wer­den, son­dern sepa­rat bewer­tet wer­den.

Kre­di­te ver­glei­chen: Die­se Anga­ben ent­schei­den

Ver­glei­chen Sie Ange­bo­te immer auf der­sel­ben Grund­la­ge. Ändern sich Kre­dit­sum­me oder Lauf­zeit von Ange­bot zu Ange­bot, las­sen sich Raten und Kos­ten nicht sau­ber gegen­über­stel­len. Legen Sie zuerst fest, wie viel Geld Sie tat­säch­lich benö­ti­gen. Eine höhe­re Kre­dit­sum­me schafft zwar Reser­ve, ver­ur­sacht aber auch zusätz­li­che Zin­sen.

Effek­ti­ver Jah­res­zins statt Wer­be­zins

Der effek­ti­ve Jah­res­zins ist die wich­tigs­te Kenn­zahl für den Preis­ver­gleich. Er zeigt, wel­che Kos­ten pro Jahr auf Basis der ver­ein­bar­ten Kre­dit­da­ten anfal­len. Ach­ten Sie dar­auf, ob ein Anbie­ter einen sehr nied­ri­gen „ab“-Zins nennt. Die­ser gilt nur für beson­ders gute Boni­tät und wird nicht jedem Antrag­stel­ler ange­bo­ten.

Für Ihre Ent­schei­dung ist des­halb der per­sön­li­che Zins­satz nach der Boni­täts­prü­fung rele­van­ter. Ein Ver­gleichs­rech­ner zeigt zunächst mög­li­che Kon­di­tio­nen. Das ver­bind­li­che Ange­bot folgt erst, wenn die Bank Ihre Anga­ben geprüft hat.

Monats­ra­te und Lauf­zeit gemein­sam prü­fen

Eine Rate ist nur dann sinn­voll, wenn sie auch bei uner­war­te­ten Aus­ga­ben trag­bar bleibt. Rech­nen Sie nicht mit Ihrem gesam­ten frei ver­füg­ba­ren Ein­kom­men. Pla­nen Sie einen Puf­fer für Repa­ra­tu­ren, Nach­zah­lun­gen oder schwan­ken­de Kos­ten ein.

Ein Bei­spiel: Für 10.000 Euro kann eine lan­ge Lauf­zeit die Rate ange­nehm nied­rig wir­ken las­sen. Zah­len Sie jedoch meh­re­re Jah­re län­ger zurück, steigt der Zins­auf­wand. Prü­fen Sie daher zwei oder drei Lauf­zei­ten mit der­sel­ben Kre­dit­sum­me. So sehen Sie direkt, wie stark sich Rate und Gesamt­kos­ten ver­än­dern.

Son­der­til­gun­gen und vor­zei­ti­ge Ablö­sung

Fle­xi­ble Rück­zah­lungs­op­tio­nen sind beson­ders wert­voll, wenn sich Ihre finan­zi­el­le Situa­ti­on spä­ter ver­bes­sert. Kos­ten­lo­se Son­der­til­gun­gen erlau­ben es, den Kre­dit schnel­ler zu redu­zie­ren und Zin­sen zu spa­ren. Auch die Mög­lich­keit zur voll­stän­di­gen vor­zei­ti­gen Ablö­sung kann rele­vant sein.

Bei Ver­brau­cher­kre­di­ten darf die Bank für eine vor­zei­ti­ge Rück­zah­lung in vie­len Fäl­len eine Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung ver­lan­gen. Deren Höhe ist gesetz­lich begrenzt. Prü­fen Sie trotz­dem vor Abschluss, wel­che Rege­lung im Ver­trag steht und ob Son­der­til­gun­gen kos­ten­los mög­lich sind.

So ver­glei­chen Sie Kre­dit­an­ge­bo­te Schritt für Schritt

Star­ten Sie mit einem kla­ren Finan­zie­rungs­ziel. Ein Kre­dit für eine Umschul­dung wird anders bewer­tet als ein Auto­kre­dit, eine Möbel­an­schaf­fung oder ein frei­er Raten­kre­dit. Bei einer Umschul­dung soll­ten Sie die Ablö­se­sum­me bestehen­der Kre­di­te exakt ermit­teln. Nur dann lässt sich berech­nen, ob der neue Kre­dit wirk­lich güns­ti­ger ist.

Geben Sie anschlie­ßend eine rea­lis­ti­sche Kre­dit­sum­me und eine gewünsch­te Lauf­zeit ein. Prü­fen Sie die Ergeb­nis­se nicht allein nach der nied­rigs­ten Monats­ra­te. Stel­len Sie effek­ti­ven Jah­res­zins, Gesamt­be­trag, mög­li­che Son­der­til­gun­gen und Ver­trags­be­din­gun­gen neben­ein­an­der.

Im nächs­ten Schritt lohnt sich ein Blick auf die Vor­aus­set­zun­gen. Ban­ken berück­sich­ti­gen unter ande­rem Ein­kom­men, Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis, lau­fen­de Ver­pflich­tun­gen und Boni­tät. Selbst­stän­di­ge, Berufs­ein­stei­ger oder Per­so­nen mit befris­te­tem Arbeits­ver­trag erhal­ten nicht bei jedem Anbie­ter die­sel­ben Kon­di­tio­nen. Ein brei­ter Ver­gleich ist hier beson­ders sinn­voll.

Wäh­len Sie erst danach das Ange­bot aus, das zu Ihrem Bud­get passt. Vor dem Absen­den des Antrags soll­ten alle Daten voll­stän­dig und kor­rekt sein. Unstim­mi­ge Anga­ben kön­nen die Bear­bei­tung ver­zö­gern oder dazu füh­ren, dass die Bank ande­re Kon­di­tio­nen anbie­tet als zunächst berech­net.

Nicht jede Kre­dit­an­fra­ge ist gleich

Vie­le Ver­brau­cher sor­gen sich, dass ein Kre­dit­ver­gleich den Schufa-Score ver­schlech­tert. Ent­schei­dend ist, wel­che Anfra­ge gestellt wird. Eine Kon­di­ti­ons­an­fra­ge dient dazu, mög­li­che Kre­dit­kon­di­tio­nen zu prü­fen und ist in der Regel neu­tral für die Boni­täts­be­wer­tung. Ein ver­bind­li­cher Kre­dit­an­trag kann dage­gen anders gespei­chert und bewer­tet wer­den.

Ach­ten Sie des­halb dar­auf, dass bei der ers­ten Ori­en­tie­rung Kon­di­tio­nen abge­fragt wer­den. Seriö­se Ver­gleichs­pro­zes­se machen trans­pa­rent, wel­che Daten über­mit­telt wer­den und wann ein ver­bind­li­cher Antrag ent­steht. Fra­gen Sie im Zwei­fel beim jewei­li­gen Anbie­ter nach, bevor Sie meh­re­re Anträ­ge par­al­lel stel­len.

Wann der güns­tigs­te Kre­dit nicht der bes­te ist

Der nied­rigs­te Zins­satz ist ein star­kes Argu­ment, aber nicht immer das ein­zi­ge. Wenn ein Ange­bot kei­ne Son­der­til­gun­gen erlaubt und Sie in abseh­ba­rer Zeit eine Bonus­zah­lung erwar­ten, kann ein etwas teu­re­rer, fle­xi­ble­rer Kre­dit bes­ser pas­sen. Glei­ches gilt, wenn eine extrem kur­ze Lauf­zeit Ihre Haus­halts­rech­nung zu eng macht.

Ach­ten Sie außer­dem auf den Ver­wen­dungs­zweck. Zweck­ge­bun­de­ne Kre­di­te, etwa zur Auto­fi­nan­zie­rung, kön­nen güns­ti­ge­re Zin­sen bie­ten, weil das finan­zier­te Objekt als Sicher­heit dient. Freie Raten­kre­di­te sind fle­xi­bler ein­setz­bar, kön­nen jedoch ande­re Kon­di­tio­nen haben. Für Moder­ni­sie­run­gen, eine Umschul­dung oder grö­ße­re Anschaf­fun­gen lohnt sich jeweils ein sepa­ra­ter Ver­gleich.

Vor­sicht ist bei Ange­bo­ten gebo­ten, die schnel­le Aus­zah­lung ohne nach­voll­zieh­ba­re Kos­ten ver­spre­chen. Lesen Sie das reprä­sen­ta­ti­ve Bei­spiel, die Ver­trags­un­ter­la­gen und Anga­ben zu optio­na­len Ver­si­che­run­gen. Ein Kre­dit­ver­trag ist eine lang­fris­ti­ge Ver­pflich­tung. Ver­ständ­li­che Bedin­gun­gen sind genau­so wert­voll wie ein guter Zins­satz.

Haus­halts­rech­nung vor dem Abschluss

Bevor Sie einen Kre­dit bean­tra­gen, stel­len Sie Ein­nah­men und fes­te Aus­ga­ben gegen­über. Berück­sich­ti­gen Sie Mie­te, Ver­si­che­run­gen, Lebens­mit­tel, Mobi­li­tät, bestehen­de Raten und regel­mä­ßi­ge Spar­zie­le. Was danach übrig bleibt, ist nicht auto­ma­tisch Ihre mög­li­che Kre­dit­ra­te. Ein Reser­ve­be­trag schützt davor, dass eine ein­zel­ne uner­war­te­te Rech­nung die Rück­zah­lung gefähr­det.

Falls bereits meh­re­re klei­ne Kre­di­te, Kre­dit­kar­ten­ra­ten oder ein Dis­po­kre­dit bestehen, kann eine Umschul­dung Ord­nung schaf­fen. Sie fasst Ver­bind­lich­kei­ten mög­li­cher­wei­se in einer Rate zusam­men. Güns­ti­ger wird sie aller­dings nur, wenn der neue effek­ti­ve Jah­res­zins, die Rest­lauf­zeit und mög­li­che Ablö­se­kos­ten tat­säch­lich bes­ser sind. Eine nied­ri­ge­re Monats­ra­te allein ist kein Beweis für eine Erspar­nis.

Häu­fi­ge Feh­ler beim Kre­dit­ver­gleich

Ein häu­fi­ger Feh­ler ist, nur auf die Rate zu schau­en. Eine nied­ri­ge Rate kann durch eine sehr lan­ge Lauf­zeit ent­ste­hen und den Kre­dit ins­ge­samt deut­lich ver­teu­ern. Eben­so pro­ble­ma­tisch ist es, den Kre­dit­be­trag zu hoch anzu­set­zen, nur weil die Rate noch bezahl­bar erscheint.

Man­che Antrag­stel­ler wäh­len außer­dem eine Rest­schuld­ver­si­che­rung, ohne Kos­ten und Nut­zen zu prü­fen. Die­se Ver­si­che­rung kann die Finan­zie­rung erheb­lich ver­teu­ern und ersetzt kei­ne indi­vi­du­el­le Absi­che­rungs­ent­schei­dung. Prü­fen Sie auch, ob vor­han­de­ne Rück­la­gen, eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung oder ande­re Absi­che­run­gen bereits Risi­ken abde­cken.

Ver­gleichs­por­ta­le wie Finanz-Ver­gleich-24 ermög­li­chen eine schnel­le Ori­en­tie­rung und wer­den bei erfolg­rei­chen Ver­mitt­lun­gen teil­wei­se über Part­ner­ver­gü­tun­gen finan­ziert. Für Ihre Aus­wahl soll­ten den­noch immer die sicht­ba­ren Kon­di­tio­nen, Ver­trags­de­tails und die Pas­sung zu Ihrer per­sön­li­chen Situa­ti­on zäh­len.

Neh­men Sie sich vor der Unter­schrift ein paar Minu­ten mehr Zeit als vor der ers­ten Rech­ner­an­fra­ge. Wenn Kre­dit­sum­me, Rate und Rück­zah­lungs­plan auch mit finan­zi­el­lem Puf­fer funk­tio­nie­ren, wird aus einem schnel­len Ange­bot eine trag­fä­hi­ge Finan­zie­rung.